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Hier erfahren Sie einiges über Putzrisse*

Das Risiko von Rissbildungen in Putzen hängt in entscheidendem Maße vom Zustand  des Putzgrundes, von dem gewählten Putzsystem und der Ausführung ab. Das bloße  Vorhandensein von Rissen stellt nicht zwangsläufig einen Mangel dar.

 

Sicherheit gegen Putzrisse

Eine 100% Sicherheit gegen Risse gibt es nicht!

Es ist deshalb auch in den Regelwerken, z.B. DIN  18 550 festgelegt. "Risse in begrenztem  Umfang sind nicht zu bemängeln, wenn sie den technischen und optischen Wert des  Putzes nicht beeinträchtigen."
Es gilt das  Bauwerk und den Putz so auszuführen, dass eine höchstmögliche Risssicherheit  gewährleistet ist.                                

          Dazu zählt insbesondere:
 

  • Einhaltung der geforderten  Trocken- und Wartezeiten der Baustoffe und der technischen Regeln.
  • Verwendung gleicher  Wandbildner zur Sicherung eines einheitlichen Putzuntergrundes.
  • Bei Verwendung verschiedener  Baustoffe muss das unterschiedliche Schwinden beachtet werden. Mögliche  unterschiedliche Bewegungen müssen durch die Konstruktion sicher aufgenommen  werden.
  • Beim Materialwechsel sind Gewebeeinlagen mit einzuarbeiten.
  • Verwendung eines auf den  Untergrund abgestimmten Putzaufbau.
  • Putzen bei geeigneten  Temperaturen. In der Regel sind das Temperaturen zwischen +5° C und +25° C. Werden  von Putzherstellern andere Temperaturen angegeben, sind die vorgegebenen  Randbedingungen genau einzuhalten.

Rissursache zu kurze  Bauzeiten, Austrocknen und Schwinden noch nicht abgeschlossen


Bei vielen  Bauverfahren wird sehr viel Wasser mit dem Baustoff in das Bauwerk eingebracht.  Dieses oft überschüssige Wasser muss austrocknen. Bei diesem Prozess treten  heftige Spannungen auf, die zur Verformung des Baukörpers und zu Putzrissen  führen können.
Grundsätzlich muss immer davon ausgegangen werden, dass ein  Bauwerk nicht starr ist, sondern, dass sich einzelne Bauteile bewegen und diese  Bewegung spannungsfrei aufgenommen werden muss (z.B. die Deckendurchbiegung im  Auflager der Decke).

 

*Teilweise in Auszügen aus der Internetseite von Dr.-Ing Jochen Kratzsch (Sachverständiger für Putze u. Mörtel)